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BilanQo Redaktion

DATEV E-Rechnungsplattform ab Juli 2026: Was Empfang, Versand und 0,50 € wirklich bedeuten

Die DATEV E-Rechnungsplattform war bis Mitte 2026 bewusst ohne Gebühren nutzbar. Ab Juli 2026 greift das angepasste Preismodell – und das ist für viele Selbstständige und kleine Unternehmen relevanter als oft gedacht. Denn je nachdem, wie du E-Rechnungen erstellst und zustellst, ändert sich die Kostenlage klar: Empfang bleibt dauerhaft kostenfrei, Versand aus DATEV-eigenen Lösungen ebenfalls – Versand aus Fremdsystemen über das DATEV-Postfach kostet dagegen 0,50 Euro je Ausgangsrechnung.

Das Wichtigste in Kürze

  • Empfang über das DATEV E-Rechnungspostfach bleibt dauerhaft kostenfrei.
  • Versand aus DATEV-eigenen Rechnungsschreibungslösungen bleibt kostenfrei.
  • Versand aus Fremdsystemen über das DATEV-Postfach kostet 0,50 € je Ausgangsrechnung.
  • DATEV E-Rechnungsschreibung: 5,00 € pro Kalenderjahr.
  • Plattformpreise sind nicht der DATEV-Buchungsdatenexport (EXTF) an die Kanzlei.

Dieser Ratgeber fasst die öffentlichen Angaben von DATEV zusammen und hilft bei der Frage: Wann lohnt sich das DATEV-Postfach – und wann reicht der klassische Weg über eigene E-Rechnung und DATEV-Export an den Steuerberater?

Hinweis: Dieser Artikel behandelt die DATEV E-Rechnungsplattform / das E-Rechnungspostfach und deren Preise. Er ist kein Ratgeber zum DATEV-Buchungsdatenexport (EXTF). Zum Export von Buchungsdaten an den Steuerberater gibt es auf diesem Blog bereits einen separaten Beitrag: DATEV-Export: Vorteile für die Zusammenarbeit mit der Kanzlei (März 2026).

Was ist die DATEV E-Rechnungsplattform – kurz erklärt

Die DATEV E-Rechnungsplattform ist DATEVs Infrastruktur für den elektronischen Rechnungsaustausch. Kernstück ist das DATEV E-Rechnungspostfach: Darüber können Unternehmen E-Rechnungen empfangen und – je nach angebundener Software – auch versenden.

Laut DATEV ist die Plattform an die Netzwerke TRAFFIQX und Peppol angebunden. Das sind Funktionen der DATEV-eigenen Infrastruktur, nicht eines beliebigen Rechnungsprogramms. Eingehende E-Rechnungen im Postfach werden auf Viren geprüft und hinsichtlich der Normkonformität (EN 16931) validiert.

Wichtig: Die Plattform ist ein Zustell- und Empfangsweg im DATEV-Ökosystem – nicht dasselbe wie der DATEV-Export von Buchungssätzen (EXTF) für die Steuerkanzlei.

Kostenfrei bis 30. Juni 2026 – danach das neue Modell

DATEV hat die Leistungen bis 30. Juni 2026 kostenfrei gestellt. Ab Juli 2026 gilt das angepasste Preismodell:

LeistungAb Juli 2026
Empfang über das E-Rechnungspostfachdauerhaft kostenfrei
Versand aus DATEV-eigenen Rechnungsschreibungslösungenkostenfrei
Versand aus Systemen anderer Hersteller über das DATEV-Postfach0,50 € je Ausgangsrechnung
DATEV E-Rechnungsschreibung5,00 € pro Kalenderjahr

Die Gebühr für Fremdversand rechnet DATEV laut eigenen Angaben monatlich nach Nutzungsvolumen ab. Für diesen Posten nennt DATEV keine Einrichtungskosten und keine Grundgebühr. Preise können sich ändern – maßgeblich sind die aktuellen Angaben bei DATEV.

Empfang bleibt dauerhaft gratis

Der Empfang über das E-Rechnungspostfach bleibt unabhängig vom Übertragungsweg dauerhaft ohne Bepreisung. Wer das Postfach vor allem als Eingangskanal nutzt, zahlt laut DATEV dafür auch nach Juni 2026 nichts.

Versand: kostenfrei aus DATEV – 0,50 € aus Fremdsystemen

Beim Versand gibt es zwei Welten: Versand aus DATEV-eigenen Lösungen bleibt kostenfrei. Versand aus Fremdsystemen über das DATEV-Postfach kostet 0,50 € je Ausgangsrechnung. Optional kommt DATEV E-Rechnungsschreibung für 5 € pro Kalenderjahr hinzu.

Für Freelancer und KMU ist das die entscheidende Stellschraube: Sobald Rechnungen aus einer Software anderer Hersteller über das DATEV-Postfach zugestellt werden, entsteht pro Ausgangsbeleg eine Gebühr. Wer außerhalb der DATEV-Plattform zustellt – etwa per E-Mail als XRechnung oder ZUGFeRD – fällt nicht unter diesen Posten.

Wann DATEV-Postfach – und wann der EXTF-Weg?

Die Plattform ersetzt den DATEV-Buchungsdatenexport nicht, und umgekehrt. Es sind zwei getrennte Wege:

VergleichPfad A: DATEV-PostfachPfad B: Eigene E-Rechnung + EXTF
ZweckElektronischer Empfang und Versand von E-Rechnungen im DATEV-ÖkosystemE-Rechnung im eigenen Tool erstellen bzw. empfangen und Buchungsdaten an die Kanzlei übergeben
Passt, wennPartner oder Kanzlei DATEV-Empfang erwarten und du bewusst über diese Netzwerke zustellen willstDu den klassischen Freelancer-Weg gehst: eigene E-Rechnung plus DATEV-EXTF an den Steuerberater
Kosten ab Juli 2026Empfang gratis; Fremdversand 0,50 € je AusgangsrechnungKeine DATEV-Plattformgebühr; EXTF ist ein Exportformat, keine Zustellung

Was Freelancer jetzt prüfen sollten

  1. Postfach-Nutzung und Fremdversand-Volumen: Verschickst du über das DATEV-Postfach aus einer Software, die nicht von DATEV stammt? Dann zählt jede Ausgangsrechnung 0,50 €.
  2. Nur Empfang? Wenn du das Postfach ausschließlich als Eingang nutzt, bleibt es laut DATEV kostenfrei.
  3. Kanzlei-Workflow klären: Erwartet deine Steuerberatung den Empfang über DATEV – oder vor allem Buchungsstapel im EXTF-Format?
  4. Volumen abschätzen: Bei wenigen Ausgangsrechnungen über das Postfach bleibt die Gebühr überschaubar. Bei regelmäßigem Fremdversand summiert sie sich.
  5. Plattformpreise sind nicht das EXTF-Exportformat: Wer der Kanzlei Buchungsdaten übergibt, braucht dafür nicht zwingend das E-Rechnungspostfach.

E-Rechnung und DATEV-Export ohne DATEV-Plattform

BilanQo ist eine eigene E-Rechnungs- und Buchhaltungssoftware – keine DATEV-Plattform und ohne Peppol- oder TRAFFIQX-Zugang. Du erstellst und empfängst E-Rechnungen (XRechnung 3.0, ZUGFeRD 2.0) im eigenen Workflow, mit SKR03-Kontenrahmen und Servern in Deutschland.

  • Free ist dauerhaft kostenlos: 10 Ausgangsrechnungen als dauerhaftes Kontingent, inklusive Empfang und Versand von E-Rechnungen.
  • Pro kostet 7,99 € pro Monat und enthält den DATEV-EXTF-Export (Buchungsstapel v700) für die Übergabe an den Steuerberater.

Der DATEV-Bezug in BilanQo ist also der Buchungsdatenexport für die Kanzlei – nicht der Versand über das DATEV-E-Rechnungspostfach. Details zum Exportweg stehen unter DATEV-Export, die Tarife unter Preise.

Quellen

Stand: öffentliche DATEV-Infos (September 2026). Preise und Konditionen können sich ändern; maßgeblich sind die Angaben von DATEV.

Häufige Fragen

Was kostet der Empfang über das DATEV E-Rechnungspostfach ab Juli 2026?

Laut DATEV bleibt der Empfang über das E-Rechnungspostfach dauerhaft kostenfrei – unabhängig vom Übertragungsweg.

Wann fallen 0,50 € pro Ausgangsrechnung an?

Die 0,50 € gelten für den Versand aus Systemen anderer Hersteller über das DATEV-Postfach. Versand aus DATEV-eigenen Rechnungsschreibungslösungen bleibt kostenfrei. Die Gebühr für Fremdversand wird laut DATEV monatlich nach Nutzungsvolumen abgerechnet; DATEV nennt dafür keine Einrichtungskosten und keine Grundgebühr.

Ist die DATEV E-Rechnungsplattform dasselbe wie der DATEV-Export (EXTF)?

Nein. Die Plattform ist ein Zustell- und Empfangsweg im DATEV-Ökosystem. Der DATEV-Export (EXTF, Buchungsstapel v700) ist der Buchungsdatenexport an die Steuerkanzlei. Beides ersetzt sich nicht gegenseitig.

Lohnt sich das DATEV-Postfach für Freelancer?

Es lohnt sich vor allem, wenn Geschäftspartner oder die Kanzlei den Empfang über DATEV erwarten und du bewusst über diese Netzwerke zustellen willst. Wer E-Rechnungen im eigenen Tool erstellt und der Kanzlei Buchungsdaten per EXTF übergibt, braucht die Plattform dafür nicht.

Kann ich mit BilanQo über die DATEV E-Rechnungsplattform versenden?

Nein. BilanQo ist keine DATEV-Plattform und hat keinen Peppol- oder TRAFFIQX-Zugang. Der DATEV-Bezug in BilanQo ist der Buchungsdatenexport (EXTF) für den Steuerberater im Pro-Plan – nicht der Versand über das DATEV-E-Rechnungspostfach.

E-Rechnung im eigenen Workflow

Mit BilanQo erstellst und empfängst du XRechnung und ZUGFeRD direkt im Rechnungsprozess. DATEV-EXTF für die Kanzlei gibt es im Pro-Plan – ohne Versand über die DATEV-Plattform.

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